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Naturschutzkriminalität

 

Hier informieren wir über Naturschutzkriminalität vor unserer Haustüre!
Unter Naturschutzkriminalität verstehen wir in erster Linie kriminelle Handlungen an freilebenden, geschützten Wildtierarten. Hier bei uns in Bayern sind davon v.a. Greifvögel, Biber, Fischotter, aber auch Luchse betroffen.

 

Beispiel: Luchse im Bayerischen Wald – vergiftet und geschossen
Immer wieder werden Fälle von getöteten Luchsen bekannt. Doch diese Tiere gehören zu den besonders geschützten Arten. Diverse nationale und internationale Gesetze stellen sie unter Schutz.


Das Nachstellen und Töten geschützter Wildtiere ist eine Straftat und wird mit hohen Geldbußen, Entzug des Jagd- und Waffenscheines oder sogar Freiheitsstrafe geahndet!

 

Radiobeiträge unserer Naturschutzreferentin Franziska Baur zum Thema:

Notizbuch auf Bayern 2 "Luchs schützen, was muss geschehen um dem Luchs wirkungsvoll zu helfen?"

https://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/notizbuch/luchs-schuetzen-was-muss-geschehen-um-dem-luchs-wirkungsvoll-zu-helfen-100.html

Radioreportage auf Bayern 2 "Tatort Wald un Flur: Wilderei in Bayern"

www.br.de/mediathek/podcast/radioreportage/tatort-wald-und-flur-wilderei-in-bayern/1306054


Flyer Naturschutzkriminalität

Naturschutz- und Jagdkriminalität gibt es nicht nur in afrikanischen Wildschutzgebieten – auch in Bayern machen skrupellose Wilderer immer wieder Jagd auf streng geschützte Arten wie Luchs und Greifvögel. So können sich Wildbiologen nicht erklären, warum trotz optimaler Lebensraumbedingungen und des immer wieder nachgewiesenen Nachwuchses der Luchsbestand im Bayerischen Wald kaum zunimmt und besenderte Tiere außerhalb des Nationalparkes spurlos verschwinden.

 

In unserem neuen Flyer erfahren Sie mehr über die illegalen Greifvogeltötungen in Bayern


Chronologie an aktuellen Straftaten gegen geschützte Wildtiere, beginnend mit dem Fall des vergifteten Luchses "Tessa"

 

2012:

- vergifteter Luchs "Tessa" im LK Cham

2013:

- erschossener Luchs im LK Regen

- 2 verletzte Rotmilane und 1 toter Mäusebussard im LK Cham
- März und April: 5 Mäusebussarde, 1 Rotmilan, 1 Schwarzmilan, 6 Rotfüchse, 2 Steinmarder, 1 Elster nahe Ostheim an der Röhn
- Mai: mehrere tote Mäusebussarde im LK Landshut

2014:
- ertränkter Fischotter, Chamerau

 

2015:
- Mai: abgeschnittene Pfoten zweier Luchse im LK Cham
- Juli: vergifteter Uhu im LK Regensburg, außerdem verstümmelte Wiesenweihen
- September: geschossener Uhu im LK Landshut
- Dezember: getöteter Luchs im LK Grafenau

 

2016:
- Ermittlungen gegen eine Person im Zusammenhang mit den getöteten Luchsen im Bayerischen Wald beginnen

- Dezember: Hausdurchsuchung der verdächtigen Person mit Fund diverser Luchsteile, Fallen und Jagdgeräten

 

2017:
- April: 6 getötete Grefivögel (Mäusebussarde/Rotmilane) im LK Cham (teils Schrotbeschuss, sowie Verdacht auf Vergiftung)
- Mai: erschossener Schwarzstorch bei Oberstaufen i. Allgäu; 1 Rotmilan und 3 Mäusebussarde im LK Cham (Schrotbeschuss)
- Juni: 2 stark verweste Greifvogelkadaver im LK Cham gefunden
- August: 1 Waldohreule, 1 Rabenkrähe, 1 Mäusebussard (alle 3 Fälle: Carbofuranvergiftung)
- September: Luchs Alus wird im LK Berchtesgaden ohne Kopf und Vorderläufe aufgefunden

- Tasching, Ortsteil Cham: 4 Mäusebussarde und 3 Rotmilane (3 Tiere starben durch Carbofuranvergiftung)

 

2018:

- Juni: Polizeiinspektion Roding findet einen Mäusebussardkopf und seine Füße auf einem Parkplatz liegend

 

Info zu den Fällen im LK Cham: Bei Schrotmunition ist es nicht möglich, die Munition einem bestimmten Gewehr zuzuordnen. Da die Spurenlage in den vorliegenden Fällen noch sehr dünn ist, ist man auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen. Auch anonyme Hinweise können hilfreich sein und werden gerne von der Polizei und unter bayern-wild@umweltstiftung.com entgegengenommen.

 

 


JEDER VON UNS KANN ETWAS GEGEN NATURSCHUTZKRIMINALITÄT TUN!

Sehen Sie sich an, wie sie richtig handeln, wenn Sie ein totes, geschütztes Tier finden.


Wenden Sie sich an die staatliche Vogelschutzwarte, wenn Sie einen Verdacht auf getötete Vögel haben.


Resolution Naturschutzkriminalität stoppen

Unsere Tagung Naturschutzkriminalität stoppen fand vom 19. bis 20.9. 2015 statt. Knapp sechzig Teilnehmer der Tagung Naturschutzkriminalität, bestehend aus Fachleuten aus den Bereichen Wildtierbiologie, Wildtierpathologie, Kriminologie sowie aus Wildtierforschungsprojekten und Vertreter in diesem Bereich aktiver Naturschutzverbände in Deutschland und Österreich.
Aus diesem Fachwissen und Erfahrungsschatz ging die hier veröffentlichte Resolution hervor.